Tischler / Schreiner: Ein Handwerk so alt wie die Menschheit selbst

Tischler-Schreiner-Handwerkskunst
Die Holzbearbeitung gehört zu den ältesten Handwerkstätigkeiten, auch wenn sich die Tischlerei/ Schreinerei als Berufsbild erst vor einigen Jahrhunderten herausgebildet hat. Als natürlicher Werkstoff wurde Holz schon vor Jahrtausenden zur Fertigung von Alltagsgegenständen und Gütern aller Art genutzt und hat bis heute nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, kann auf verschiedenste Weise verarbeitet werden, lässt sich zur ökologischen Wärmedämmung einsetzen und erweist sich bei angemessener Pflege als überaus langlebig und robust. Außerdem bringen Produkte aus diesem Naturstoff Behaglichkeit in jedes Heim, unterstützen die Regulierung des Raumklimas und schaffen so eine wohnliche Atmosphäre. Diese und andere erstaunliche Eigenschaften gilt es, im Tischler- beziehungsweise Schreinerhandwerk zu ergründen, zu verstehen und zu einem sinnvollen Nutzen umzusetzen.
Das Berufsbild: Was Tischler und Schreiner mit ihrer Arbeit leisten
Die Arbeit mit dem Werkstoff Holz ist das vorrangigste Merkmal des Tischler- beziehungsweise Schreiner-Berufes. Doch was sich so kurz zusammenfassen lässt, ist in der handwerklichen Realität von einer ungeheuren Vielfalt an Aufgaben und Tätigkeitsfeldern geprägt. Obwohl der Möbelbau wahrscheinlich jener Leistungsbereich ist, der am häufigsten mit diesem Handwerk assoziiert wird, bildet er nur einen kleinen Teil des gesamten Spektrums der Tischler und Schreiner. So können sich die Betriebe neben der Möbeltischlerei auch auf die Bautischlerei oder den Innenausbau spezialisieren. Zu den vielen Aufgabenfeldern gehören beispielsweise der Bau von Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen, das Parkett-Verlegen und professionelles Laminat-Verlegen , der Trockenbau, Furnierarbeiten, die Einrichtung von Weinkellern, die Fertigung und der Einbau von Holz-Türen und Fenstern, die Errichtung von Zäunen sowie die Konstruktion von Gartenlauben, Carports, Vordächern und anderen Hausanbauten. Auch ganze Büro- oder Praxiseinrichtungen sowie den Ladenbau zählen zum Leistungsangebot dieses Handwerks.
Neben der Be- und Verarbeitung von Rohholz übernehmen Tischler und Schreiner zudem die Restauration von Möbeln, Türen oder Fenstern, auch nach Denkmalschutzrichtlinien. So gehört ganz allgemein die Wartung und Pflege von Holzgütern zum Berufsbild. Darunter fällt beispielsweise auch die fachkundige Oberflächenveredelung, die den organischen Werkstoff langfristig schützen und erhalten soll. Gerade diese Aufgaben verlangen nach Fingerspitzengefühl, Erfahrung und einem sehr guten Verständnis für den Werkstoff und seine Eigenschaften. Hier kann der gelernte Handwerker sein ganzes Können ausspielen. In manch anderen Bereichen dagegen werden Tischler und Schreiner zunehmend von Maschinen ersetzt. Doch verdrängen kann der industrielle Fortschritt das Handwerk nicht.
Der Tischler- / Schreiner-Beruf im industriellen Zeitalter
Ohne Zweifel hat der Beginn der industriellen Revolution den beruflichen Alltag der Tischler und Schreiner nachhaltig verändert. Besonders in der Fertigung von Massivholzmöbeln wurde die Handarbeit zunehmend durch die maschinelle Produktion ersetzt. Zudem wurden in den Zünften organisierten Tischlereien und Schreinereien mancherorts durch die Konkurrenz neuer Betriebe bedroht, denen es nach Einführung der Gewerbefreiheit im frühen 19. Jahrhundert möglich war, dem Handwerk auch ohne erbrachten Nachweis einer fachlichen Qualifikation nachzugehen. Doch die traditionellen Betriebe konnten sich weiterhin behaupten, wenn sie sich den Markt auch mit Industrie und Konkurrenzunternehmen teilen mussten. Lediglich die Zeit der Zünfte und Gilden ging im späten 19. Jahrhundert zu Ende; andere Handwerksorganisationen traten an ihre Stelle.

Traditionelle Werkzeuge & moderne Technik
Handwerkskunst in der Moderne
Natürlich gingen auch Tischler und Schreiner mit der Zeit: Sie nutzen zunehmend moderne Arbeitsweisen und Gerätschaften; sie übergaben Teilschritte der Holzbearbeitung an moderne Sägeanlagen und andere Maschinen; und sie erstellen heute ihre Bauzeichnungen am Computer statt ausschließlich am Reißbrett. Als Pendant zu den Tischlern und Schreinern entwickelte sich der Beruf der Holzmechaniker, die vorwiegend in der industriellen Produktion tätig sind. Doch das Handwerk bleibt aller Widrigkeiten zum Trotz bis heute bestehen: Insbesondere im hochwertigen Segment der individuellen Holzmöbel wie beispielsweise Holzbetten gehört der Markt noch immer den Tischlern und Schreinern. Einzelstücke und Maßanfertigungen ganz nach Ihren Wünschen kommen nicht aus der industriellen Massenproduktion, sondern werden mit Sorgfalt, Leidenschaft und der Liebe zum Detail von Meisterhand geschaffen. Auch der Einbau der Möbel, Treppen, Fenster und Türen, die Verarbeitung von Laminat oder Parkett, die Aufbereitung und Pflege von Parkett, der Innenausbau als Ganzes sowie die fachgerechte Restaurierung und Pflege von Holzgütern bleiben größtenteils den Tischlern und Schreinern vorbehalten. Denn in diesen Bereichen können selbst modernste Technologien die Fingerfertigkeit und Genauigkeit von Handwerkern nicht ersetzen.
Der Weg zum Handwerksmeister: Die Ausbildung zum Tischler / Schreiner
Um diese Fähigkeiten zu erlangen, zu verfeinern und das notwendige Fachwissen zum Umgang mit Holz zu erlernen, durchlaufen Anwärter des Handwerks eine dreijährige Ausbildung. Im theoretischen Part werden notwendige Kenntnisse zu den unterschiedlichen Holzarten und ihren Eigenschaften, zu Techniken der Oberflächenbehandlung und Restaurierung sowie zum Erstellen und Befolgen von handwerklichen Zeichnungen vermittelt. Im praktischen Teil lernen die Auszubildenden, mit traditionellen und modernen Gerätschaften umzugehen, Holz zu bearbeiten und den Werkstoff zu Handwerkserzeugnissen verschiedenster Art zu verarbeiten. Haben die Nachwuchstischler und -schreiner die Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen und schließlich genügend Berufserfahrung in der Praxis gesammelt, können sie sich durch Fort- und Weiterbildungen auf bestimmte Berufszweige spezialisieren oder die Meisterprüfung ablegen. Damit sind die Tischler und Schreiner berechtigt, ihren eigenen Betrieb zu gründen und Lehrlinge auszubilden, damit die Handwerkskunst an nachfolgende Generationen weitergegeben und für die Zukunft erhalten werden kann.
Tischler und Schreiner in Ihrer Region finden
Wussten Sie schon: Auf diesem Fachportal können Sie kostenlos Tischler und Schreiner aus Ihrer Region kontaktieren! Holen Sie noch heute unverbindliche Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe ein!
Sind Sie Tischler oder Schreiner? Nutzen Sie dieses Fachportal für einen professionellen Internetauftritt Ihres Betriebes! Informieren Sie sich über unser Angebot und präsentieren Sie Ihre Tischlerei oder Schreinerei potentiellen Kunden!
Neueste Premium-Mitglieder
-
Finkenkruger Weg 50 , 13591 Berlin
Spezialist für
Reparaturen an Fenstern und Türen, Restaurierung von Fenstern und Türen, Fenster und Türen nach historischen Vorbildern
-
Alt-Rudow 48 , 12357 Berlin
Spezialist für
Verlegen von Laminat und Parkett, Reparatur von Küchen, Denkmalpflege