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Türen und Fenster

Holztüren-Preise: Was kosten Holztüren? [2026]

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Lesedauer: 20 Minuten
© Visivasnc / istockphoto.com

Die Kosten für Holztüren können stark variieren. Eine ganz einfache Zimmertür aus Holz gibt es teilweise schon ab rund 70 Euro, während eine hochwertige massive Holzhaustür mit entsprechender Sicherheitsausstattung schnell mehr als 7.000 Euro kosten kann. Wie hoch der Preis am Ende ausfällt, hängt nicht nur von Material und Verarbeitung der Tür ab. Auch Zarge, Beschläge, Verglasung und Montage spielen eine wichtige Rolle. Wer mehrere Türen austauschen oder neu einbauen möchte, sollte deshalb genau hinschauen, welche Kosten im Einzelnen entstehen. So lässt sich besser einschätzen, wo sich eine hochwertigere Ausstattung wirklich lohnt und an welchen Stellen man sparen kann.

Alles auf einen Blick:

  • Holztüren für den Innenbereich kosten als einfache Türblätter etwa 70 Euro aufwärts pro Stück, abhängig von Oberfläche, Aufbau und Ausstattung.
  • Massivholztüren aus Fichte oder Kiefer starten bei rund 170 Euro pro Türblatt, während hochwertige Varianten mit Lackierung, Füllungen oder Glastüren mit Holz deutlich teurer werden.
  • Eine neue Haustür bekommen Sie für rund 1.000 Euro, wobei Holz, Dämmung, Sicherheitstechnik und Seitenteile den Preis stark verändern.
  • Der Einbau einer Zimmertür liegt häufig bei rund 100 bis 250 Euro pro Stück, zusätzliche Arbeiten wie alte Zarge entfernen, Wand anpassen oder Entsorgung können den Endpreis erhöhen.
  • Für förderfähige Haustüren aus Holz kommt bei energetischer Sanierung ein BAFA-Zuschuss für Maßnahmen an der Gebäudehülle infrage, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Kostenübersicht: Was kosten Holztüren im Jahr 2026?

KostenpositionKosten 2026
Innentürblatt aus Holzfurnier (Standardmaß, ohne extreme Design-/Sonderlösungen)70 bis 600 Euro
Innentürblatt aus Massivholz200 bis 1.200 Euro
Türzarge ohne Einbau70 bis 250 Euro
reiner Einbau einer Zimmertür100 bis 180 Euro
Einbau einer Zimmertür mit erhöhtem Montageaufwand150 bis 250 Euro
Drückergarnitur Zimmertürab 10 Euro
Haustür aus Holz1.000 bis 7.000 Euro
reiner Einbau einer Haustür300 bis 800 Euro
Drückergarnitur Haustür50 bis 200 Euro
Demontage und Entsorgung alter Türen50 bis 200 Euro je Türelement

Die in der Tabelle angegebenen Preisspannen sind gerundete Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten können je nach Material, Ausführung, Ausstattung, Hersteller und Montageaufwand abweichen. Baumärkte bieten zwar sehr günstige Standardtüren an, diese unterscheiden sich jedoch oft deutlich von den Qualitätslösungen eines Fachbetriebs. Wenn Sie Wert auf eine langlebige Funktion, sauberes Schließen, guten Schallschutz und eine Tür legen, die dauerhaft zur Bausituation passt, ist die Beratung und Montage durch einen spezialisierten Fachbetrieb in der Regel die bessere Wahl.


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Welche Faktoren beeinflussen den Preis von Holztüren?

  • Türtyp
  • Materialaufbau
  • Holzart
  • Oberfläche
  • Design
  • Zarge
  • Beschläge
  • Maße
  • Einbau
  • Ausstattung

Türtyp

Der Türtyp hat großen Einfluss auf den Preis. Eine einfache Zimmertür ist in der Regel günstiger als eine Schiebetür, Mehrzwecktür oder Haustür aus Holz, da sich Konstruktion und technische Anforderungen deutlich unterscheiden.

Materialaufbau

Türen mit Echtholzfurnier sind meist günstiger als massive Holztüren, da bei Letzteren ein höherer Anteil an Naturholz verarbeitet wird. Auch der konstruktive Aufbau und der damit verbundene Fertigungsaufwand wirken sich auf den Preis aus.

WAS IST ECHTHOLZFURNIER?
Echtholzfurnier ist eine sehr dünne Schicht aus echtem Holz, die auf eine Trägerplatte, zum Beispiel aus MDF oder Spanplatte, aufgebracht wird. Dadurch erhält eine Tür die natürliche Optik und Maserung von Holz, ohne vollständig aus Massivholz zu bestehen. Jedes Furnier ist durch seine individuelle Holzstruktur einzigartig. Echtholzfurnierte Türen sind meist günstiger und formstabiler als Massivholztüren, wirken aber dennoch hochwertig und natürlich.

Holzart

Holztüren bringen ein Stück Natur ins Zuhause und schaffen mit ihrer warmen Ausstrahlung eine besonders wohnliche Atmosphäre. Das allerdings hat auch seinen Preis. Fichte und Kiefernholz oder Erle sind häufig günstiger als Eiche, Buchenholz, Lärche oder besondere Harthölzer wie Ahornholz oder Mahagoni. Je hochwertiger, seltener oder anspruchsvoller die Holzart in der Verarbeitung ist, desto höher können die Material- und Herstellungskosten ausfallen. Türen aus Fichte oder Kiefer bekommen durch Stöße und Kratzer schneller Druckstellen, sind empfindlicher gegen hartes Anstoßen, zum Beispiel durch Spielzeug und benötigen einen guten Oberflächenschutz, damit sie optisch länger schön bleiben. Eichentüren beispielsweise sind deutlich robuster, bleiben bei intensiver Nutzung länger formstabil und optisch hochwertig und eignen sich daher besonders für stark beanspruchte Bereiche. Welches Holz Sie wählen und ob Sie zum Beispiel für Buche tiefer in die Tasche greifen wollen, hängt auch von Ihren Bedürfnissen und den Wohnumständen ab. 

Oberfläche

Lackierte, geölte, lasierte oder furnierte Oberflächen verursachen unterschiedlich hohe Kosten. Aufwendige Lackierungen, besondere Farbtöne und spezielle Oberflächenveredelungen können den Preis zusätzlich erhöhen.

Design

Schlichte, glatte Türen sind meist günstiger als Modelle mit aufwendiger Gestaltung. Glastüren mit Holz, Glasausschnitte, Fräsungen, Kassetten, Sprossen oder andere Designelemente erhöhen in der Regel den Fertigungsaufwand.

Zarge

Wird zusätzlich zum Türblatt eine neue Zarge benötigt, steigen die Gesamtkosten. Besonders bei abweichenden Wandstärken, in Altbauten oder bei Sonderzargen kann der Aufwand höher ausfallen.

Beschläge 

Drückergarnituren, Bänder, Schlösser, Schließzylinder und Griffstangen beeinflussen ebenfalls den Gesamtpreis. Hochwertige Beschläge und spezielle Sicherheitsausstattungen sind meist teurer als einfache Standardausführungen.

Maße

Türen in Standardmaßen sind in der Regel günstiger, da sie in größeren Stückzahlen gefertigt werden können. Sondermaße und individuelle Anfertigungen wie eine Innentür nach Maß erfordern dagegen eine genauere Planung und einen höheren Fertigungsaufwand.

Einbau

Auch der Montageaufwand spielt bei den Gesamtkosten eine wichtige Rolle. Der Einbau in eine vorhandene, passende Türöffnung ist günstiger als Arbeiten, bei denen alte Türen und Zargen entfernt oder Wände und Böden angepasst werden müssen.

Ausstattung

Bei Haus- und Außentüren können zusätzliche Anforderungen an Wärmedämmung, Witterungsbeständigkeit, Schallschutz und Einbruchschutz den Preis deutlich erhöhen. Auch eine höhere Widerstandsklasse oder spezielle Sicherheitstechnik wirkt sich entsprechend auf die Kosten aus.

UNSER TIPP
Bestellen Sie, wenn Sie mehrere Holztüren einbauen möchten, möglichst alle auf einmal. So erhalten Sie ein einheitliches Türbild. Denn Hersteller ändern Dekore, Furnierchargen und Weißtöne, sodass Nachbestellungen später optisch abweichen können.

Was kosten Holztüren für den Innenbereich?

Für dasTürblatt selbst liegen Holztüren für innen im Bereich von etwa 70 bis 600 Euro, während Massivholz-Innentürblätter zwischen rund 200 und 1.200 Euro kosten. Damit kann eine einfache furnierte Holztür deutlich günstiger sein, während hochwertigere Massivholzvarianten spürbar teurer ausfallen. Hinzu kommen die Türzarge mit etwa 70 bis 250 Euro und eine Drückergarnitur, die bei sehr einfachen Ausführungen bereits ab 10 Euro beginnt, für die Sie aber im Durchschnitt auf jeden Fall 50 Euro einplanen sollten. 

Warum sind CPL-Türen günstiger als Holztüren?

CPL-Türen sind kostengünstiger, weil sie anders aufgebaut sind als klassische Holztüren. Während Massivholz- oder Echtholzfurniertüren sichtbare Flächen aus echtem Holz besitzen, besteht die Oberfläche von CPL-Türen aus einer robusten, industriell hergestellten Beschichtung. Darunter befindet sich in der Regel ein Kern aus Holzwerkstoffen. Da für die Herstellung weniger hochwertiges Naturholz benötigt wird und CPL-Türen effizient in großen Stückzahlen produziert werden können, fallen die Material- und Herstellungskosten meist niedriger aus.

Was kosten Holztüren für den Außenbereich? 

Für eine Holztür für den Außenbereich müssen Sie 1.000 bis 7.000 Euro rechnen. Schließlich soll eine solche Tür ganz andere Anforderungen erfüllen als Innentüren wie Wetter- und Schallschutz, Wärmedämmung, Einbruchsicherheit und dauerhafte Formstabilität.

GUT ZU WISSEN
Eine hochwertige Holzhaustür braucht regelmäßige Sichtkontrollen der Oberfläche. Kleine Lackschäden sollten Sie früh ausbessern, weil eindringende Feuchtigkeit später deutlich teurere Reparaturen oder sogar einen Austausch nach sich ziehen kann.


Wie unterscheiden sich die Preise zwischen Massivholz, Furnier und CPL?

Die Preise von Zimmertüren unterscheiden sich stark durch ihr Oberflächenmaterial und den inneren Aufbau. Den günstigsten Einstieg bieten CPL-Türen, bei denen eine robuste Kunststoffschicht (Continuous Pressure Laminate) auf eine Spanplatte gepresst wird. Diese Türen sind besonders kratzfest und pflegeleicht, aber im klassischen Sinn keine Holztür. Eine Stufe darüber liegen furnierte Türen, die im Kern ähnlich aufgebaut sind, aber eine hauchdünne Decklage aus echtem Edelholz besitzen. Sie liegen preislich zwischen CPL und Massivholz. Die hochwertigste Variante sind Massivholztüren, die durchgehend aus massivem Echtholz gefertigt werden und extrem langlebig sind. 

Wie hoch sind die Einbaukosten für Holztüren?

Für den Einbau einer Zimmertür sollten je nach Aufwand 100 bis 180 Euro je Standardtür beziehungsweise 150 bis 250 Euro bei erhöhtem Montageaufwand eingeplant werden. Wird eine alte Tür demontiert und entsorgt, fallen zusätzlich etwa 50 bis 200 Euro je Türelement an. Der Einbau einer Außentür liegt bei 300 bis 800 Euro, inklusive Justieren, Abdichten und Anschluss an die Laibung. Zusätzliche Arbeiten wie Ausbau der alten Haustür, Entsorgung und kleinere Anpassungen an Mauerwerk oder Boden werden meist separat mit etwa 100 bis 300 Euro berechnet. Kommen die Kosten für den Einbau einer Türzarge dazu, dann zahlen Sie allein für eine Zarge zwischen 70 und 250 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Montagematerial sowie für die Montage durch einen Fachmann. Pro Stunde berechnen Tischler- und Schreinerbetriebe für Privatkunden meist zwischen 65 und 115 Euro Stundenlohn brutto, je nach Region und Betriebsgröße. Inkludiert sind dabei Anfahrt, Maschinen, Werkstattkosten und Gewinnaufschlag. Regionale Unterschiede bei den Handwerkerstunden und eventuelle Kosten für die Demontage der alten Tür, Entsorgung und Anpassungen an Mauerwerk und Boden wirken sich zusätzlich auf die Endabrechnung aus. Am besten lassen Sie sich vorab einen Kostenvoranschlag erstellen, in dem alle Posten für Ihr Projekt getrennt ausgewiesen sind. Achten Sie bei dem Angebot des Fachbetriebs genau auf die enthaltenen Leistungen. 

Was kostet eine Holztür pro Stück?

AusführungKosten für 1 HolztürinnentürKosten für 5 Holzinnentüren
Innentürblatt aus Massivholz500 Euro2.500 Euro
Türzarge100 Euro500 Euro
Einbau der Tür150 Euro750 Euro
Drückergarnitur60 Euro300 Euro
Demontage und Entsorgung alter Türen50 Euro250 Euro
Gesamtkosten860 Euro4.300 Euro

Manche Anbieter geben einen Mengenrabatt, wenn Sie mehrere Türen des gleichen Modells kaufen. Sollte keiner ausgeschrieben sein, kann es sich lohnen, direkt nachzufragen.

Welche Zusatzkosten entstehen beim Austausch von Holztüren?

  • Demontage und Entsorgung alter Türen
  • Wechsel der Drückergarnitur
  • Laibanpassungen bei Altbauten
  • zusätzliche Maurer-, Putz- und Bodenarbeiten
  • bei Haustüren: Elektroarbeiten


Wie wirken sich Holzart, Design und Verarbeitung auf den Preis aus?

  • Holzart: Schnell nachwachsende Nadelhölzer wie Kiefer oder Fichte sind meist günstiger als harte und hochwertige Holzarten wie Eiche, Nussbaum oder Kirschbaum.
  • Design: Schlichte Standard-Türblätter sind preiswerter als aufwendig gestaltete Türen mit Fräsungen, Kassetten oder Glaseinsätzen.
  • Verarbeitung: Hochwertige Furnierbilder, aufwendige Kanten, verdeckte Bänder und mehrschichtige Lackierungen erhöhen den Fertigungsaufwand und damit den Preis.
  • Maßanfertigung: Individuell gefertigte Türen sind in der Regel am teuersten, bieten dafür aber besonders viel Gestaltungsfreiheit und können exakt an die baulichen Gegebenheiten angepasst werden.
Nahaufnahme einer modernen Zimmertür in grauer Eiche-Optik mit Glasausschnitt. Die Glasscheibe zeigt ein mattiertes Glasdesign mit dezenten, geschliffenen Blumen- oder Rautenmustern.
Satinierte oder strukturierte Gläser lassen Tageslicht durch und geben dem Raum zugleich eine besondere, individuelle Note © Goami / istockphoto.com

Warum beeinflusst die Klimaklasse bei Holztüren den Preis?

Die Klimaklasse beeinflusst den Preis von Holztüren, weil mit steigender Klimaklasse aufwendigere Türblattkonstruktionen mit stabileren Holzwerkstoffen, speziellen Einlagen und mehrschichtigen Aufbauten nötig sind, damit sich das Türblatt der Zimmertür trotz Temperatur- und Feuchteunterschieden nicht verzieht. Dadurch steigen Material- und Fertigungskosten, die sich direkt im höheren Preis für Türen der Klimaklassen II und III gegenüber Standardtüren der Klimaklasse I niederschlagen. Bei Massivholztüren müssen Sie von einer Klimaklasse zur anderen mit etwa 10 bis 20 Prozent Aufschlag rechnen. 

Wie unterscheiden sich die Klimaklassen von Holztüren?

KlimaklasseEinsatzbereich der ZimmertürKlima-SituationFunktion/Nutzen
IStandard-Holztüren im Wohnbereichbeide Seiten ähnlich warm und trocken (z. B. Wohnzimmer/Flur, Spielzimmer/Flur)
  • für die meisten Türen im beheizten Wohnbereich ausreichend
  • Konstruktion günstiger, da nicht für extreme Klimabelastung ausgelegt
IIHolztüren bei leicht unterschiedlichen Klimataeine Seite etwas kühler oder feuchter (z. B. Schlafzimmer, klassisches Bad, mäßig kühles Treppenhaus)
  • hält größeren Unterschied bei Temperatur und Luftfeuchte aus, ohne sichtbaren Verzug
  • sinnvoll, wenn eine Seite regelmäßig kühler/feuchter ist
IIIHolztüren bei starkem Klimaunterschiedeine Seite deutlich kalt/feucht (z. B. unbeheiztes Treppenhaus, Garage, kalter Keller, ungedämmter Dachboden)
  • verkraftet große Klimaunterschiede, ohne zu krümmen
  • verhindert typische Probleme wie klemmende Türen oder unsauber schließendes Türschloss

Bei Massivholztüren sollte die Klimaklasse immer zur Raumsituation passen. Ist eine Seite der Tür deutlich kühler oder feuchter, lohnt sich die höhere Klimaklasse auf jeden Fall. Sie kostet zwar mehr, verhindert aber verzogene Türblätter, klemmende Schlösser und nachlassenden Schallschutz. Am besten lassen Sie sich hierzu von einem Fachbetrieb ganz individuell auf Ihre Situation hin beraten. 

Wie beeinflusst der Schallschutz den Preis?

Je besser eine Holztür gegen Geräusche abgedichtet ist, desto höher fällt in der Regel der Preis aus. Türen mit verbessertem Schallschutz benötigen einen aufwendigeren Aufbau und hochwertige Dichtungen, oft inklusive Bodendichtung. Diese zusätzlichen Materialien und die präzisere Fertigung erhöhen die Produktions- und Montagekosten, sodass Bauherren für ruhige Räume wie das Schlafzimmer mit einem spürbaren Aufpreis gegenüber einfachen Zimmertüren rechnen müssen.



Was kosten Holztüren für ein Einfamilienhaus insgesamt?

Die Gesamtkosten für Holztüren in einem Einfamilienhaus, inklusive Holz-Haustür und mehreren Holzinnentüren mit Zargen, Beschlägen und fachgerechtem Einbau, liegen typischerweise im Bereich von 5.000 bis 12.000 Euro, je nach Qualitätsniveau und Anzahl der Türen.

Preise für Holztüren: Kostenbeispiel 1

PostenKosten
8 Zimmertüren aus Massivholz mit Zargen (Neubau)2.400 Euro
1 Haustür aus Holz2.000 Euro
Einbau Fachbetrieb1.800 Euro
Gesamtkosten6.200 Euro

Was kosten Holztüren mit Glas oder Sonderausstattung?

Bei einer Holztür mit einem Lichtausschnitt aus Glas und/oder einer Sonderausstattung sollten Sie mit 20 bis 50 Prozent Aufpreis rechnen. Dieser Aufpreis entsteht durch aufwendige Verglasungen, Sicherheitsglas, Mehrfachverriegelungen, spezielle Beschläge oder zusätzliche Komfortfunktionen; 

Preise für Holztüren: Kostenbeispiel 2

PostenKosten
4 Kassettentüren mit Ornamentglaseinsatz6.000 Euro
1 Schiebetür700 Euro
1 Haustür aus Holz mit Glas, Designbeschlägen und Sonderlackierung5.500 Euro
Einbau Fachbetrieb1.050 Euro
Gesamtkosten13.250 Euro

Was kostet die Pflege von Holztüren?

Wenn keine größeren Schäden auftreten, liegen die jährlichen Pflegekosten im typischen Wohnalltag bei etwa 5 bis 15 Euro pro Tür und Jahr, wenn man gelegentliche Kleineinsätze des Schreiners und etwas Pflegemittel anteilig einrechnet. Holzhaustüren erfordern deutlich mehr Aufmerksamkeit, weil Witterung und UV-Strahlung die Oberfläche stärker beanspruchen. Rechnet man regelmäßige Reinigung und Kontrolle sowie alle 5 bis 10 Jahre einen professionellen Neuanstrich oder eine größere Überarbeitung ein, ergeben sich auf die Lebensdauer verteilt leicht 30 bis 80 Euro pro Jahr, abhängig von Qualitätsniveau, Witterungsbelastung und ob Sie selbst streichen oder einen Fachbetrieb beauftragen. 

Wie kann man bei Holztüren Kosten sparen?

  • Wählen Sie Standardmaße: Türen in Standardmaßen kosten weniger als Sonderanfertigungen, weil Hersteller sie in großen Stückzahlen produzieren und schneller liefern können.
  • Bestellen Sie mehrere Zimmertüren gemeinsam: Wenn Sie mehrere Holztüren gleichzeitig kaufen und einbauen lassen, senken Sie oft die Lieferkosten, Anfahrtskosten und Montagekosten pro Tür.
  • Nutzen Sie vorhandene Zargen weiter: Wenn die alten Zargen stabil, gerade und optisch passend sind, tauschen Sie nur das Türblatt aus und sparen dadurch Material- und Einbaukosten.
  • Bevorzugen Sie einfache Oberflächen: Glatte Türen mit Standardlackierung kosten weniger als aufwendig furnierte, geölte oder profilierte Massivholztüren.
  • Verzichten Sie auf unnötige Extras: Glaseinsätze, Fräsungen, Kassetten, besondere Griffe, Schallschutz oder Sonderbeschläge erhöhen den Preis und lohnen sich nur, wenn Sie sie wirklich wünschen oder benötigen.
  • Vergleichen Sie Komplettsets: Mit Sets aus Türblatt, Zarge und Beschlägen zahlen Sie oft weniger als bei einzeln zusammengestellten Komponenten.
  • Holen Sie mehrere Angebote ein: Vergleichen Sie Fachbetriebe nicht nur nach dem Endpreis, sondern auch nach enthaltenen Leistungen wie Einbau, Anfahrt, Demontage und Entsorgung.
  • Übernehmen Sie einfache Vorarbeiten selbst: Entfernen und entsorgen Sie zum Beispiel alte Türblätter auf dem Recyclinghof.
  • Wählen Sie die Holzart bewusst: Mit Fichte oder Kiefer sparen Sie meist gegenüber Eiche, Buche oder besonderen Harthölzern, ohne auf eine natürliche Holzoptik zu verzichten.

Welche Förderungen gibt es für neue Haustüren aus Holz?

Wer Holztüren austauscht oder neu einbaut, kann auf mehreren Wegen Geld zurückbekommen beziehungsweise kostengünstiger finanzieren: über den BAFA-Zuschuss bei energieeffizienten Haustüren, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), über den Handwerkerbonus nach § 35a EStG für die reinen Arbeitskosten oder über die Steuerermäßigung nach § 35c EStG bei energetischen Sanierungsmaßnahmen.

BAFA-Zuschuss für energieeffiziente Haustüren

Im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ erhalten Sie für den Einbau einer energetisch hochwertigen Außentür einen direkten Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Da eine einzelne Haustür die Grenze von 30.000 Euro für den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) nicht überschreitet, bleibt es hier beim regulären Basisfördersatz. Bei einer hochwertigen Holzhaustür im Wert von beispielsweise 5.000 Euro inklusive Montage bedeutet dies aber immerhin eine direkte Erstattung von 750 Euro. Damit das BAFA die Förderung bewilligt, müssen jedoch strenge technische Mindestanforderungen an den Wärmeschutz eingehalten werden. Während moderne Holz-Sandwichkonstruktionen die geforderten Werte in der Regel problemlos erreichen, sollten Sie bei filigranen Vollholztüren oder historischen Nachbauten besonders vorsichtig sein. Lassen Sie sich den exakten Wert daher vorab unbedingt schriftlich vom Schreiner im Angebot bestätigen und prüfen Sie den aktuell gewünschten Wert bei der BAFA ab. Für den Erfolg Ihres Förderantrags ist zudem die strikte Einhaltung der bürokratischen Reihenfolge zwingend erforderlich. Zuerst müssen Sie einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten (Energieberater) einbinden. Dieser prüft das Angebot des Handwerkers und erstellt die sogenannte Technische Projektbeschreibung (TPB). Erst mit der dazugehörigen TPB-Nummer kann der Förderantrag online beim BAFA eingereicht werden. Beachten Sie unbedingt, dass dieser Antrag gestellt sein muss, bevor Sie dem Schreiner den Auftrag erteilen oder die Tür verbindlich bestellen. [1]

KfW-Kredite für Sanierung, Einbruchschutz und altersgerechten Umbau

ProgrammEinsatzbereichmaximale Kredithöhe je WohneinheitBesonderheiten/Zielgruppe
KfW 358 – Ergänzungskredit Plus
  • Ergänzungskredit für BEG-Einzelmaßnahmen
  • finanziert den Eigenanteil zu bereits bewilligten Zuschüssen für energetische Sanierungen, u.a. auch energetisch relevante Haustüren
bis zu 120.000 Euro
  • zinsvergünstigter Kredit für Haushalte mit Haushaltsjahreseinkommen bis 90.000 Euro
  • nur in Kombination mit bewilligter Zuschussförderung nutzbar
KfW 359 – Ergänzungskredit Standard
  • Ergänzungskredit für BEG-Einzelmaßnahmen wie KfW 358
  • finanziert den nicht durch Zuschuss gedeckten Anteil der Sanierungskosten, u.a. auch für förderfähige Haustüren
bis zu 120.000 Euro
  • Standard-Ergänzungskredit ohne Einkommensgrenze
  • ebenfalls nur zusätzlich zu bereits bewilligter Zuschussförderung
KfW 261 – Wohngebäude Kredit Effizienzhaus
  • Kredit für Sanierung eines Wohngebäudes zum Effizienzhaus-Standard, inkl. Türen als Teil eines Gesamtsanierungspakets
bis zu 150.000 Euro
  • Tilgungszuschuss je nach erreichtem Effizienzhaus-Niveau
  • eine einzelne Haustür reicht nicht, sie muss Teil einer umfassenden Effizienzhaus-Sanierung sein
KfW 159 – Altersgerecht Umbauen
  • Kredit für Maßnahmen zur Barrierereduzierung und Einbruchschutz wie barrierearme, einbruchhemmende Haustüren (z.B. RC2)
bis zu 50.000 Euro
  • fördert u.a. einbruchhemmende Türen, Schwellenreduzierung und barrierearme Zugänge
  • kein Effizienzhaus-Standard erforderlich

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mehrere zinsgünstige Kredite an, die beim Haustüraustausch eine Rolle spielen können. Den Antrag stellen Sie dabei immer über Ihre Hausbank, nicht direkt bei der KfW. [2]

Steuerbonus nach § 35a EStG: 20 Prozent der Handwerkerkosten absetzen

Wenn Sie Ihre Holztüren ohne energetische Sanierung tauschen lassen, greift der Handwerkerbonus nach § 35a Einkommensteuergesetz. Sie können 20 Prozent der reinen Arbeitskosten (ohne Material) bei der Einkommensteuer geltend machen, maximal jedoch 1.200 Euro pro Jahr. [3] Voraussetzung ist aber, dass Sie nicht bar bezahlt, sondern das Geld auf das Konto des Handwerkers überwiesen haben. Aber bedenken Sie, dass § 35a nicht kombinierbar ist mit § 35c oder einer BAFA-Förderung für dieselbe Maßnahme. 

Steuerbonus nach § 35c EStG: Energetische Sanierung

Für energetische Sanierungsmaßnahmen an einem selbst genutzten Wohngebäude in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum kann eine Steuerermäßigung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass das Gebäude zum Zeitpunkt der Maßnahme älter als zehn Jahre ist. Die Steuerermäßigung wird über 3 Jahre verteilt. Im Jahr, in dem die Maßnahme abgeschlossen wird, und im darauffolgenden Jahr können jeweils 7 Prozent der Kosten steuerlich berücksichtigt werden, höchstens jedoch 14.000 Euro pro Jahr. Im dritten Jahr sind es weitere 6 Prozent der Kosten, maximal 12.000 Euro. Insgesamt ist damit eine Steuerermäßigung von bis zu 40.000 Euro pro begünstigtem Gebäude möglich. [4]§ 35c und BAFA-Zuschuss schließen sich für dieselbe Maßnahme aber aus, Sie müssen sich für einen Weg entscheiden. 



Fazit

Was eine Holztür kostet, hängt stark von Ausführung, Material und Ausstattung ab. Eine einfache Innentür gibt es teilweise schon für unter 100 Euro, während hochwertige Maßanfertigungen schnell mehrere Tausend Euro kosten können. Wer gleich mehrere Türen für ein Haus benötigt, sollte deshalb nicht nur die einzelnen Preise vergleichen, sondern die Gesamtkosten im Blick behalten und prüfen, ob möglicherweise Fördermittel oder auch Mengenrabatte infrage kommen. Entscheidend ist am Ende aber nicht allein der Preis. Eine gute Tür sollte zum Gebäude passen, solide verarbeitet sein und auch nach vielen Jahren zuverlässig funktionieren. Ebenso wichtig ist der fachgerechte Einbau, denn ein erfahrener Tischler aus der Region sorgt dafür, dass die Türen sauber schließen, leichtgängig bleiben und ihre Funktion dauerhaft erfüllen.

Holztüren-Preise: Häufig gestellte Fragen

Sind Holztüren teurer als Standardtüren mit Weißlack? 

Echte Holztüren sind in der Regel teurer als einfache weiße Standardtüren. Das liegt vor allem am höheren Materialwert und an der aufwendigeren Verarbeitung. Während günstige weiße Innentüren häufig aus industriell gefertigten Holzwerkstoffen bestehen und mit einer schlichten Dekor- oder Lackoberfläche versehen sind, kommen bei hochwertigen Holztüren Massivholz oder Echtholzfurniere zum Einsatz.

Was ist günstiger: neue Türblätter oder komplette Türsets? 

Nur das Türblatt zu tauschen ist günstiger, wenn die vorhandene Zarge maßlich und optisch passt. Ein Komplettset ist sinnvoller, wenn Zarge, Bänder und Drücker ebenfalls erneuert werden sollen. 

Kann eine Holztür nachträglich gekürzt werden?

Viele Holztüren können begrenzt gekürzt werden, doch nicht jedes Modell erlaubt beliebige Anpassungen. Bei Röhrenspantüren, furnierten Türen oder Türen mit besonderer Unterkante kann zu starkes Kürzen die Stabilität oder Optik beeinträchtigen. Massivholztüren sind oft besser anpassbar, müssen danach aber sauber versiegelt werden. Diese Arbeit sollte also besser ein Fachmann durchführen. 

Wie lange halten Massivholztüren?

Gut verarbeitete Holztüren aus Echtholz können Jahrzehnte genutzt werden, wenn Beschläge, Oberfläche und Raumklima passen. Innentüren verschleißen meist langsamer als Haustüren, weil sie keiner Witterung der Natur ausgesetzt sind. Haustüren aus Holz benötigen regelmäßige Pflege der Oberfläche, damit Feuchtigkeit und UV-Strahlung keine Schäden verursachen. Eine fachgerechte Montage verlängert die Nutzungsdauer, weil Türblatt und Zarge spannungsfrei arbeiten können.

Quellen

[1] „Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“. Bafa.de, www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/Gebaeudehuelle/gebaeudehuelle_node.html. Zugegriffen 15. Juli 2026.

[2] „Bank aus Verantwortung“. Kfw.de, www.kfw.de/kfw.de.html. Zugegriffen 16. Juli 2026.

[3] Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html. Zugegriffen 15. Juli 2026.

[4] Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/estg/__35c.html. Zugegriffen 15. Juli 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone Blaß ist Senior-Online-Redakteurin bei Tischler-Schreiner.org. Die studierte Germanistin und gelernte TV-Journalistin verfügt über langjährige redaktionelle Erfahrung und berichtet seit Jahren fundiert auch über alle Themen rund um das Tischlerhandwerk, vom Innenausbau einschließlich Küchenbau, Treppenbau und Möbel nach Maß bis zu Spezialthemen wie Carports oder Tiny Houses. Als Eigenheimbesitzerin bringt sie ihre praktische Erfahrung aus der eigenen Bauplanung ein. Durch gründliche Recherche, praxisnahen Bezug und Interviews mit Fachverbänden und Hochschulen bereitet sie Fachwissen verständlich und direkt umsetzbar auf.